Kontrolle

Weißrußlands Präsident Lukaschenko sagt in einer Rede, man müsse alle Juden, die im Land leben, unter Kontrolle nehmen. Hier ein Bericht mit Link zum Video der Rede. Darin sagt er, er habe vor einem Jahr befohlen, alle Juden „unter Kontrolle zu nehmen“. Man hätte ihn darüber informiert, daß dieser Sisser, Eigentümer des Medienportals Tut.by, sich „unanständig“ oder „unehrenhaft“ aufführt. Dieser Mensch könne sich einfach nicht normalisieren.

In einem Kommentar bei „Radio Swoboda“ („Радіо Свобода„) äußerte sich Juri Sisser verwundert. Er könne sich nicht vorstellen, wie man die Juden „kontrollieren“ wolle, da es sich nicht um eine Organisation handele. „Wie kann man eine Ethnie kontrollieren? Seit zweitausend Jahren haben wir uns ’normalisiert‘. Ich denke, das geht nicht, die Juden „normalisieren“. Man kann sie nur physisch vernichten.“

Stuss

Spiegel-Bestsellerliste Sachbuch Platz 4) Udo Ulfkotte: „Gekaufte Journalisten“ (Kopp Verlag, 336 S., 22,95 Euro)

Eine Handreichung für alle, die an die „Lügenpresse“ glauben wollen, geschrieben von einem ehemaligen „FAZ“-Redakteur, der in selten dreister Manier seine vormalige Korruptheit beichtet und Angela Merkel als „gelernte DDR-Sekretärin für Propaganda“ bezeichnet. Wie allen Verschwörungstheorien ist dieser mit den Mitteln des gesunden Menschenverstands allein nicht beizukommen. So bleibt mir zu sagen: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, niemand hat mich dafür geschmiert, dass ich sage, dieses Buch ist reiner Stuss! / Denis Scheck, DLF Büchermarkt

Hat Israel Gasa geflutet?

Am 23. Februar erschien bei Al-Jazeera eine Meldung, laut der Israel absichtlich Dämme im Süden geöffnet habe, um Gaza ohne Vorwarnung zu überfluten. Die französische Agentur AFP übernahm die Meldung unter der Schlagzeile: „Dorf in Gasa geflutet, nachdem Israel die Dämme öffnete“. Auch in dieser Meldung wurde behauptet, Israel habe mit Absicht gehandelt. Viele Zeitungen und Nachrichtenportale übernahmen die Meldung, „The Israel Project“ spricht von mehr als 1000 Meldungen und Videos (man kann sie bei Google & Co. aufsuchen). Darunter die britische Daily Mail, Palestine News Network (Israel’s Dam Opening and Home Flooding Aggravates Gaza Catastrophe), Intifada Palestine, der russische Sputnik international (Israel Opens Dams Into Gaza Forcing Palestinians to Evacuate) und Irans PressTV (Israel opens dams‘ gates, floods Gaza) sowie zahlreiche vorgeblich aufklärende Portale mit sprechenden Namen wie Antiwar.com (Hundreds Displaced as Israel Opens Dam, Flooding Gaza Villages), Media with Conscience (sic!) (Gazans flee floods caused by Israel’s dams opening), Center for Research on Globalization (Humanitarian Crisis: Israel’s Open Dams Flood Gaza, Hundreds Evacuated), World War 4 Report (Israel behind Gaza flooding?).

Am 25. Februar veröffentlichte Al-Jazeera eine Entschuldigung für die Story.

 “Editor’s note: An earlier version of this page hosted an article which stated that Israel had, without warning, opened a number of dams, which had resulted in a part of Gaza being flooded. This was false. In southern Israel, there are no dams of the type which can be opened. We apologize for this error.”

Die Daily Mail entschuldigte sich, AFP nahm Meldung und Video vom Netz, ohne sich zu entschuldigen, und die anderen?

Jeder weiß, daß es oft schwer ist, Nachrichten zu überprüfen – trotzdem ist es der Job der Journalisten. In dem Fall wäre es kinderleicht gewesen – ein Atlas, ein Geographiebuch genügten, um sich zu überzeugen, daß es im Süden Israels keine Dämme und Ströme gibt, mit denen man die Wüste Negev, Ägypten oder den Gasastreifen überfluten könnte. Zumindest die lokalen palästinensischen Agenturen hätten es ohne nachzuschlagen wissen können.

Medientagebuch

Der Spiegel in Hochform:

Die Szene erinnert an den Kalten Krieg. Kampffahrzeuge des 2. US-Kavallerieregiments rollen durch die estnische Stadt Narva. Die Grenzstadt liegt nur wenige hundert Meter von Russland entfernt.

Der Text nur ein paar Grade sachlicher:

Narva – Die USA haben am Dienstag eine Militärparade in der estnischen Stadt Narva abgehalten. Der Ort befindet sich nur wenige hundert Meter von der russischen Grenze entfernt. Mit Flaggen geschmückte Kampffahrzeuge rollten am Morgen durch die Grenzstadt, wie die „Washington Post“ berichtet.

An der Parade, die anlässlich des estnischen Nationalfeiertags stattfand, nahmen Soldaten des 2. US-Kavallerieregiments teil. Narva ist eine Grenzstadt, die nur durch einen Fluss von Russland getrennt ist.

Mitten im Ukraine-Konflikt dürfte Russland die Parade als Provokation empfinden. Außer US-Soldaten nahmen auch britische, holländische, spanische, lettische, litauische und estnische Soldaten an der Militärparade teil.

Estland gehört wie die anderen baltischen Staaten seit 2004 zur Nato. Russland äußert regelmäßig Kritik an der Nato-Osterweiterung.

Anfrage an den Sender Jerewan: Ist es wahr, daß die USA eine Militärparade mit Kampfpanzern vor der russischen Grenze abgehalten haben, an der außer US-Soldaten auch lettische teilnahmen?

Antwort: Im Prinzip ja. Nur waren es keine Kampfpanzer

Kampfpanzer

sondern gepanzerte Mannschaftstransportwagen.

Mannschaftstransportwagen

Auch nahmen nicht außer US-Soldaten auch lettische teil, sondern außer lettischen nahmen auch ungefähr 8 oder 10/12 amerikanische Soldaten teil,

amerikanische Soldaten rollen nicht durch Narva, sondern tragen ihre Fahne

neben ein paar Soldaten aus anderen befreundeten Ländern; außerdem veranstalteten die USA keine Militärparade mit lettischer Beteiligung, sondern Lettland veranstaltete seine jährliche Parade zum Nationalfeiertag, die jedes Jahr in einer anderen lettischen Stadt durchgeführt und im Fernsehen übertragen wird.

Im übrigen distanziert sich der Sender Jerewan von der Unprofessionalität und Scharfmacherei der Redaktion des Spiegel und setzt weiterhin auf Sorgfalt und Professionalität.

Pressespiegel:

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Patrioten!!!

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Bürger Rußlands!!!

Patrioten!!!

Obwohl auf unserer Erde Frieden herrscht, gibt es immer noch Abschaum, welcher Chaos will, Unordnung, Krieg…

Und sie leben unter uns, gehen mit uns in die gleichen Läden, fahren in den gleichen Fahrzeugen…

Vielleicht kennen Sie Leute, die gegen die Rückkehr der Krim in die Russische Föderation waren

oder

sich am regionalen „Maidan“ beteiligten

Solche Personen muß man unverzüglich dem FSB (Geheimdienst) melden an die Adresse

Simferopol, Frankoboulevard, H. 13

oder Telefon 37-42-76 (anonym möglich)

Wir müssen den Faschismus stoppen!

Quelle

Mach dir keinn KOPP

BILD kämpft für Sie Kopp Verlag buhlt um uninformierte Linke:

Bildschirmfoto 2015-02-10 um 17.54.37

 

Vielleicht schlucken sie ja dann auch ihr sonstiges Programm, als da wäre:

Die Impf-Illusion | UFOs und Atomwaffen | Udo Ulfkottes (ja, der von „Gekaufte Journalisten“, ein Aufklärer par Kopp-Excellence) „Lustiger Migranten-Stadl“ | Der Dritte Weltkrieg | Verbotene Archäologie | Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen | Jürgen Elsässers „Compact“ | Akif Pirinçci | Alternative für Deutschland | Thilo Sarrazin | Ende der deutschen Tabus | Die Waffen-SS Mythos und Wirklichkeit | Jüdischer Bolschewismus | Die Protokolle der Weisen von Zion

Eben so das volle Programm für alle, die es brauchen.

Volkes Stimme (2)

Originalton Kommentare bei der Berliner Morgenpost zur Ermordung eines Asylbewerbers aus Eritrea in Dresden:

„aber wahrscheinlich irgendwie normal in dem verhalten/glauben/politik einer asylbewerber. ich weiß es nicht. das problem ist eher in den eigenen reihen zu suchen. bei uns gehen asylanten regelmäßig mit messern und anderen gegenständen auf einander los.“

„Einer weniger“

„Ohne die ganzen kanacken, würde sich die Schuldfrage gar nicht stellen (…) Wenn Ali deine Mutter ausraubt, heulst du lautesten“

„erlich gesagt mich interessiert sowas garnet mehr weil überall auf der welt sterben menschen aus natürliche weise oder durch fremdeinwirkung ..da it es auch nicht soooo schlimm wen hier einer stirbt“

„Und die 17 Tunesier, welche sich im Dezember vorigen Jahres in Großröhrsdorf selber untereinander auf mischten und dabei ihre seit drei Tagen bewohnte Unterkunft verwüsteten laufen nun sicher auch bei PEGIDA mit……“

„Drogendealer besiedeln unser Land und teilen ihre Gebiete auf. Es ist kein Einzelfall, dass sich diese Menschen gegenseitig überfallen. Je mehr wir davon aufnehmen, desto größer werden die Konflikte.“

„wer sagt denn das es nicht vielleicht ein Artgenosse war“

„Wäre es jetzt kein Asylbewerber wäre hier net soviel los“

„Meiner Meinung nach brauchen die sich doch echt ni zu wundern. Es werden immer mehr Ausländer rein gelassen und sogar Schulen zugemacht und als Asylheim aufgebaut. Nur das die n‘ warm Arsch haben.“

Hinweise:
a) Alle Screenshots stammen von hier: https://www.facebook.com/mopo24.dresden/posts/1001360783227362
b) Rechtschreibung im Original
c) Zur Vollständigkeit gehört, dass unter dem MOPO-Post auch viele kommentierten, die deutlich Contra zu o.g. Wortmeldungen bezogen

Mehr

Stimme aus der Vergangenheit

„Was die klassische Rhetorik der Rechten betrifft, so können wir uns kurz fassen. Sie hätschelt immer die gleichen Ängste. Seit unvordenklichen Zeiten beschwört sie den Untergang des Abendlandes und den Verlust der Mitte. Regelmäßig beklagt die Partei der Bulldozer den Zerfall der Werte, die Partei der Korruption die sittliche Verwahrlosung, die Partei der Banausen die Zerstörung der Kultur. (…) Dass das drohende Versinken in Anarchie und Chaos ausgeblieben ist, darin sehen sie keinen Grund, sich zu revidieren; sie betrachten es als ihr Verdienst. Unverdrossen warnen sie uns vor Überfremdung und Unterwanderung und fallen uns mit Identitätsproblemen und Orientierungsverlusten auf die Nerven, mit denen das Gemeinwesen angeblich zu kämpfen hat.“

Hans Magnus Enzensberger, Mittelmaß und Wahn, Frankfurt 1988