Onkel Putin

Her book, Putinyata, features a small boy on the cover waving the Russian flag. The style will be familiar to those who recall the Soviet era:

Our Homeland of Russia Uncle Putin steered.
‚Be a country great and strong‘
One day did he dream.
Only, how without the little ones?
Among us they are very few!
Then he read a lot of books
And gave an order to the country:
‚Just one babe for every mum?!
‚That’s not much! It must be two!‘
And now in our native land children suddenly appeared.
They are many they are beautiful.
Just like flowers, here and there.
Young children in Russia now
Have the name of PUTINYATA!

Konnova, who sent a copy to Mr Putin, denied she was venerating the prime minister in an over the top manner.

She said: „There is no cult of Putin here. It is just that in Soviet times I was taught to respect those who lead the country.“

/ Telegraph 5.1. 2009
„Путинята“

Нашей Родиной Россией
Дядя Путин управлял.
„Быть стране великой, сильной“, –
Он однажды помечтал.

Только, как без ребятишек?
Маловато их у нас!
Прочитал он много книжек
И издал стране приказ:

„Каждой маме по ребенку?!
Это мало!.. Надо двух!“
И теперь в родной сторонке
Появились детки вдруг.

Много их: Они красивы.
Как цветочки, там и тут.
Малышей теперь в России
ПУТИНЯТАМИ зовут!

Wörtlich übersetzt etwa:

„Putinjata“

Unsere Heimat Russland
regierte Onkel Putin.
„Ein  großes starkes Land sein“ –
Träumte er einmal.

Nur wie ohne Kinder?
Wir haben davon zu wenige!
Er las viele Bücher
Und befahl dem Land:

„Ein Kind pro Mutter?
Das ist wenig! Es sollten zwei sein!“
Und jetzt gibts in der Heimat
plötzlich Kinder.

Viele von ihnen: Sie sind schön.
Wie die Blumen, hier und da.
Kinder nennt man jetzt in Russland
PUTINJATA!*

*) Wortspiel aus Putins Namen und dem Wort für Kinder = rebjata

„Neurußland“

Am morgigen Sonnabend wollen die „LNR“ und „DNR“ („Lugansker Volksrepublik“ und „Donezker Volksrepublik“) auf einem Kongreß die Gründung einer Föderation „Noworossija“ (Neurußland) beschließen, teile eine Facebookseite mit. Die neue Republik werde auf der internationalen Bühne „als vollwertiger unabhängiger Staat“ fungieren. Von dem „neuen Rußland“ werde man ungehindert nach Rußland und Weißrußland reisen können und er sei ein Teil einer größeren russischen Welt. Anträge anderer Gebiete wie Charkow und Saporosche würden weiterhin geprüft, das Gebiet sei noch nicht abgeschlossen. Der neue Staat werde mit Rußland und anderen postsowjetischen Staaten militärisch zusammenarbeiten.

Inschrift auf der Karte: „Südöstliche Föderation“ – „Russische Erde!“

Warum wählen sie?

(Зачем выбирают?)

fragt Gework Mirsajan auf der russischen Seite „Ekspert online“ und meint die ukrainischen Präsidentschaftswahlen. Schließlich stehe das Ergebnis schon vorher fest. Gottseidank ist das in Rußland ja anders. Das ist keine Tatsachenbehauptung, sondern eine rhetorische Form, ich nenne sie Sarkasmus. Bestimmt auch vielen Russen bekannt. Die Zeitungen sollen entweder nützen oder erfreuen oder beides zugleich, sagte schon Horaz. Aber vielleicht ist die pure Freude auch schon nützlich.

Shit-Stürmer

Seit der Krimbesetzung werden deutsche Medien mit angeblicher Hörer- und Leserpost überflutet, vor allem mit Facebook-Kommentaren. Die Meinungsäußerung – ein wichtiges Feedback für Redaktionen – stammt derzeit oft von anonymen Absendern. Manche sind überzeugt: Moskau zieht dabei die Fäden.

„Prorussische Separatisten werben für eine Abspaltung von der Ukraine.“

Zeigt die Deutsche Welle Fernsehberichte über den Konflikt um Krim und Donbas, hagelt es häufig Kritik. Vor allem auf der russischsprachigen Facebook-Seite des Senders. Ingo Mannteufel, Leiter der Russland-Redaktion, erlebt mitunter ganze Shitstorms.

„Das sind teilweise wüste Beleidigungen deutscher Politiker oder auch der Bundeskanzlerin insbesondere, häufig auch mit antisemitischen Untertönen, antiamerikanischen Untertönen, die sich dann gegen die Regierung in Kiew richten. Es richtet sich dann gegen unsere Berichterstattung, wir wären einseitig und wir würden nicht objektiv das darstellen.“

„Käufliche Journalisten!“ kommentieren kritische Facebook-Nutzer. Und: „Faschistische Herren!“

Mannteufel wundert sich über den hasserfüllten Ton. Stutzig macht ihn vor allem aber die verschleierte Identität der Schreiber.

„Wenn Sie sich dann die Facebook-Seite so einer Person anschauen, dann stellen Sie fest, dass die häufig sehr kurz vorher oder vor wenigen Tagen erst entstanden ist, dass sie sehr wenig Angaben zur Person auf dieser Seite finden. Also wenig Fotos, wenig Angaben zur Herkunft, Gefällt mir. Mehr noch: Man hat auch den Eindruck, dass diese Fotos, wenn es dann Fotos gibt, dass es nicht die echten Fotos sind, sondern die aus dem Internet zusammengeklaubt sind.“

Ähnliches beobachtet Boris Reitschuster. Der Moskau-Korrespondent des Magazins „Focus“ wird ebenfalls von mysteriösen Internetnutzern attackiert.

„Auffälligkeiten sind zum Beispiel, dass sich die Argumentation sehr sehr stark wiederholt – es geht bis dahin, dass die Rechtschreibfehler und die Grammatikfehler teilweise identisch sind. Und wenn man dann jemanden löscht, dann sind die innerhalb kürzester Zeit wieder da. Auch etwas, was man als Indiz werten kann, dass das Ganze gesteuert ist.“

„Prowestlicher Reporter, bist du auch von Obama und Konsorten gekauft?“

(…)

Anfang Mai klagten zudem das amerikanische „Forbes“-Magazin sowie der britische „Guardian“ über eine gesteuerte Kampagne; der „Guardian“ wurde mit bis zu 40.000 Kommentaren pro Tag überschüttet. Zieht Moskau dabei die Fäden? „Focus“-Korrespondent Boris Reitschuster ist überzeugt, dass der Kreml sogenannte Trolls beschäftigt – verdeckte Kommentatoren und destruktive Blogger.

„Es gab eine Anweisung vom russischen Außenministerium, die offenbar aus Versehen veröffentlicht wurde bei Twitter. Und da war ganz, klar zu lesen: ‚Anweisung an die Blogger: Diesen Artikel bei ‚Spiegel‘-Online mäßig loben auf Facebook und auf Twitter.'“

In diesem Fall sollte ein deutsches Medium ausnahmsweise mit positiven Kommentaren bedacht werden. Der Screenshot, also die Abbildung der Moskauer Anweisung, wurde im März veröffentlicht – von einem pro-ukrainischen Twitter-Account. Kann man dem Beleg Glauben schenken?

„Das ist authentisch, weil das Außenministerium das zugegeben hat danach, dass dieser Screenshot authentisch ist auf ihrer offiziellen Homepage.“

/ Deutschlandfunk

Sieg kaputt!

Wer genau soll damit erreicht werden, dämliche Punks oder dumme Nazisympathisanten?

Jemand kommentierte:

„Kinder müssen kommen in den Krieg / Räder müssen rollen für den Sieg / Köpfe müssen rollen nach dem Krieg“ war eine Parole der Edelweisspiraten  http://de.wikipedia.org/wiki/Edelwei%C3%9Fpiraten

Ja, die waren eben besser unterrichtet als die CDU-Typen.

Im Original sah das so aus:

Oder so:

Herr, schick Hirn vom Himmel! Aber erst nach der Wahl.

„Putin zerstört die Ambiguität“

Der polnische Schriftsteller Adam Michnik, einer der bedeutendsten polnischen Dissidenten, heute Chefredakteur der „Gazeta Wyborcza“, sprach mit Alan Posener in Berlin über die Ukraine.

Die Welt: Ihr Vater war vor dem Krieg KP-Funktionär in der Westukraine. Haben seine Erfahrungen damals etwas mit Ihrer Haltung heute zu tun?

Adam Michnik: Die Erinnerung an meinen Vater ist für mich nicht bestimmend. Aber auch nicht bedeutungslos. Als Stalin die ukrainische KP säuberte und den angeblichen ukrainischen Nationalismus kritisierte, stellte sich mein Vater nicht auf die Seite der Ukrainer, sondern, wie die polnische KP damals auch, auf die Stalins. Später hielt er das für den größten Fehler seines Lebens. Mir sagte er: „Denke daran, du musst dich immer auf die Seite der Ukrainer stellen.“ Ich habe das so verstanden, dass man sich auf die Seite des Rechts stellen muss, nicht auf die Seite der Macht. Deshalb stehe ich heute aufseiten der Ukrainer, im Gegensatz zu Ihrem ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder, der sich auf die Seite der Macht geschlagen hat.

Die Welt: Ein Ukrainer sagte mir neulich: Unser Land lebt aus der Ambiguität. Wir haben eine hybride Nationalität. Wir sprechen Russisch und Ukrainisch. Wir haben vier orthodoxe Kirchen und außerdem Katholiken, Muslime und Juden. Putin zerstört diese Ambiguität. Er zwingt die Leute, sich für eine Identität zu entscheiden.

Michnik: War es vor Bismarck in Deutschland nicht ähnlich? In Italien vor Garibaldi? Die Ukraine hat eine andere, aber keine völlig andere Geschichte. Sie ist eben auch eine verspätete Nation. Zu den von Ihnen genannten Prägungen kommt außerdem die immer noch vorhandene sowjetische Identität hinzu. Weder ukrainisch noch russisch, sondern sowjetisch. Der große Schock setzte in Moskau denn erst ein, als die Ukrainer begannen, Lenin-Denkmäler zu stürzen. Denn diese Denkmäler sollten die Einheit der Sowjetvölker besiegeln.

Europa ohne Lederhosen (Keine Kichertussi)

Die russische Politik nimmt den Sieg der Dragqueen allerdings nicht ganz so gelassen. Der rechts-nationalistische LDPR-Abgeordnete Wladimir Schirinowski, bekannt als Populist, der gerne mal mit scharfen Sprüchen provoziert, wurde am Sonntag im russischen Fernsehen ausfällig: „Unsere Empörung ist grenzenlos, das ist das Ende Europas“, sagte der 58-jährige Politiker.

„Da unten gibt es keine Frauen und Männer mehr, sondern stattdessen ein Es“, ergänzte Schirinowski mit Blick auf den Geschlechter verwischenden ESC-Gewinner aus Wien und fügte hinzu: „Vor 50 Jahren hat die sowjetische Armee Österreich besetzt, es freizugeben war ein Fehler, wir hätten dort bleiben sollen.“ Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die sowjetische Armee einen Teil von Österreich, damals Teil des Deutschen Reichs, als Besatzungszone verwaltet.

Vizepremierminister Dmitrij Rogosin, ebenfalls ein eher raubeiniger Geselle, der am Wochenende Rumänien drohte, es mit einem Bomber zu besuchen, weil das Land ihm den Überflug verweigert hatte, twitterte am Sonntag, der ESC-Sieg Wursts zeige „Anhängern einer europäischen Integration, was sie erwartet – ein Mädchen mit Bart“.

(…)

Der Empfang am Flughafen Wien-Schwechat sei ein „großes Fest der Toleranz in Europa“. „Conchita ist gegen Diskriminierung, darum lieben wir sie“, sagte ein Fan. Ein anderer fügte hinzu: „Ich bin immer noch fassungslos, dass Europa wirklich so tolerant ist.“ Eine junge Frau meinte: „Dies ist ein Zeichen von Liebe, Toleranz und Offenheit.“

Auch der Entertainer Udo Jürgens steht vollends auf der Seite von Conchita Wurst – wie er selber sagt. Es freue ihn sehr, dass sein Heimatland den Mut gehabt habe, den Travestiestar auf dem Weg zum ESC-Finale zu unterstützen. „Das ist doch etwas anderes als die Lederhosen-Kultur“, sagte Jürgens, der vor 48 Jahren mit dem Liebeslied „Merci Chérie“ den europäischen Songwettstreit gewann – damals ganz und gar als Typ des männlichen Liebhabers. Jetzt freut er sich mit der Dragqueen: „Das ist keine Kichertussi.“ / Spiegel Online

Criticize the sultan?

Prime Minister Recep Tayyip Erdoğan stormed out of a speech delivered by Turkish Union of Bars head Metin Feyzioğlu, accusing Feyzioğlu of being „rude“ in a speech criticizing the government’s performance.

„What you’re saying is wrong,“ Erdoğan said near the end of the speech by Feyzioğlu, who was speaking on the occasion of the 146th anniversary of the establishment of the Council of State in Ankara.

„What am I saying that is wrong, Mr. Prime Minister?“ Feyzioğlu asked in reply, prompting Erdoğan to angrily respond: „This kind of rudeness is impossible.“

„I’m not the one who’s being rude, Mr. Prime Minister,“ the bar head then said.

Erdoğan became incensed over Feyzioğlu’s criticizing of the government’s failure to provide permanent settlement to some survivors of the 2011 Van earthquakes. He stressed that many people were still living in rudimentary conditions in shipping containers.

Rising from his seat to leave, Erdoğan interrupted the speech, saying Turkey’s highest lawyer had „no legal right“ to say such things. „Unfortunately, because of the law, we give a platform to things like this. You’re making a political speech … Everything you said about Van is a lie,“ he said.

Sitting alongside Erdoğan, President Abdullah Gül attempted to calm Erdoğan down, but to no avail.

„I haven’t been rude,“ Feyzioğlu said. „I’m not so bold as to tell anyone that they are being rude, Mr. Prime Minister. My speech was very inclusive.“

Speaking after the incident, he described Erdoğan’s comments as „saddening.“ „I’m saying, ‚let’s embrace each other.‘ The prime minister stood up and made extremely saddening comments that superseded the limits of respect by an unfathomable level,“ he said. / Hürriyet Daily News (mit einem sehenswerten Video von dem Zwischenfall)

Wie witzig

Müllsammler ist ein nützlicher Beruf. Und mit Facebook heute besonders leicht auszuüben, da bei ausreichend großem Freundeskreis (ab 200 sollte ausreichen) sämtliche Schattierungen geistigen Rats und Unrats zusammenkommen. Ohne Facebook hätte ich folgende „Meldung“ gar nicht mitbekommen. Flugs auf die Halde!

Узнаёте логику последний заявлений Евросоюза и США?

Der Text auf dem Bild:

Gestern ist in Tbilissi ein Hochhaus eingestürzt, das von moldawischen Bürgern, die Polen aus England ausgeliehen hat, für eine ukrainische Firma mit estnischem Geld erbaut worden war. Das Gebäude wurde nach einem in den USA entworfenen Bauplan errichtet. Georgische Experten kamen zu dem Schluß, daß Rußland an dem tragischen Zwischenfall Schuld ist.

Unter dem Bild steht:

Verstehen Sie die Logik der letzten Erklärungen der EU und der USA?

Ich gehe davon aus, daß NPD, Linke, unabhängige „Montagsdemonstranten“ und zahlreiche weitere interessierte Kreise diese Story alsbald eifrig posten werden. Selten wurde von so unterschiedlichen Gruppen so unisono gelacht und geschimpft wie heute. Mich gruselts.