Deutsche Ehre hoch, noch und nooch!

Eine großartige Idee, sich einmal die Gedichte anzusehen, die während des Dritten Reiches auf den Führer gemacht wurden. Nicht die der Dichter, sondern die der Volksgenossen, die die Reichskanzlei mit ihren Texten bestürmten und davon träumten, dass der Führer sich an ihren Worten so berauschen sollte wie sie es an seinen Taten taten. (…)

„Wer seine Ehre gibt aufs Spiel,
Von dem hält man nicht mehr viel.
Wir aber halten Deutsche Ehre hoch,
Trotz aller Verleumdung noch und noch.
Das muss in Deutschland wieder anders werden,
Alle müssen S.A. Männer werden.
Heil Hitler! Töne es jauchzend himmelwärts,
Dann geht’s mit uns auch wieder aufwärts.“
Das ist so ungelenk, dass man dem Autor tröstend über den Kopf streichen möchte. / Arno Widmann, BLZ

Volker Koop: Gedichte für Hitler – Zeugnisse von Wahn und Verblendung im ‚Dritten Reich‘, be.bra verlag, Berlin 2013, 237 Seiten, 19,95 Euro